"Inipi" ist Lakota und bedeutet "sie schwitzen".
Die Lakota sind Prärieindianer, ein Stamm der Sioux-Gruppe. Wir haben das Ritual der Schwitzhütte durch den Lakota-Medizinmann Archie Fire Lame Deer kennengelernt und jahrelang mit ihm erlebt. Archie ist anfangs 2001 in die andere Welt gegangen. Er hat uns dieses unschätzbar
wertvolle Geschenk hinterlassen, welches wir mit Respekt behandeln wollen.
Die Lakota-Schwitzhüttenzeremonie beinhaltet noch die Einheit
des Menschen, welcher aus Körper,
Seele und Geist besteht. Die Reinigung ist eine ganzheitliche, bezieht
sich also auf alle Ebenen des Menschseins.
Das Weidengeflecht der Schwitzhütte repräsentiert die Erde; die Feuerstelle,
in der die Steine erhitzt werden, stellt die Sonne dar; der Altar neben
der Schwitzhütte, bestehend aus dem Erdaushub aus dem Zentrum der Schwitzhütte,
repräsentiert den Mond. Alles hier hat seine Bedeutung, alle Elemente
sind anwesend, und insgesamt ist der Schwitzhüttenplatz mit brennendem
Feuer eine verdichtete Wiedergabe der ganzen Schöpfung. In die Schwitzhütte
zu gehen bedeutet, wieder einzugehen in den Leib von Mutter Erde um neu geboren
zu werden.
Auch unsere Vorfahren, die Kelten, hatten nachgewiesenermaßen ähnliche
Schwitzzeremonien.
Das Schwitzen dient neben der Reinigung an Körper, Seele und Geist
der Mobilisierung des inneren Wissens um Heilung und der Verbindung mit
der ganzen Schöpfung.
In der Schwitzhütte beten wir vorrangig für andere. Als Vorbereitung machen wir unsere "Tobaccoties", kleine Tabakbeutel, in die wir unsere Gebete knüpfen. Normalerweise bereiten wir sie in der Anzahl der Steine vor, welche bei der Schwitzhütte verwendet werden - als Geschenk für die Steine (die "Großväter"), welche durch ihr Glühen unser Schwitzen ermöglichen
und dabei ihr Leben lassen - sie zerfallen nach einigen Malen.
Frauen, welche in ihrer Mondzeit sind (=Menstruation), schwitzen nicht
mit. Verschiedene Stämme behandeln diese heilige Zeit der Frau verschieden - wir haben es von den Lakota auf diese Art gelernt und wollen es respektieren. Die Frau reinigt sich während ihrer Mondzeit selbst und hat in dieser Phase ihre größte spirituelle Kraft, mit der sie aber lernen muss umzugehen. Abgesehen davon ist sie zu dieser Zeit aber sehr offen und deshalb auch besonders schutz- und schonungsbedürftig.
Es gibt hier einen eigenen Platz für Mondfrauen, wo sie auf ihre Weise mit ihrer besonderen Kraft die Zeremonie begleiten können. Wir freuen uns sehr über
ihr Kommen.
Wir hoffen, dass Du verstehst, dass Du mit Deinem eigenen Verständnis von
deinem spirituellen Weg und von Traditionen kommen kannst und wenn Du gehst,
diese Traditionen noch intakt sind.
Der Weg der Naturvölker ist keiner, der missionieren will.
Termine
Schwitzhütte am 17. März 2012 / Samstag von 10:00 bis ca. 19:00 Uhr
Eröffnungskreis mit Teaching,
Getrennte Frauen- und Männerzeremonien
Wir freuen uns den Sonnentänzer Thomas Geldner aus
Wien als Leiter begrüßen
zu dürfen.
LeiterIn: Thomas Geldner
Kosten: € 35,- * + Realbeitrag zum Buffet.
Kinder über 10 Jahre: € 10,- * darunter gratis
Jugendliche und junge Erwachsene bis ca. 27 Jahre: nach Selbsteinschätzung.
Für Übernachtungen im Rahmen der Schwitzhüttentage berechnen
wir € 6,- * für Erwachsene und € 3,- * für Kinder über
10 Jahren.
Eine Abmeldung ist bis 5 Tage vor dem Termin kostenlos möglich. Danach nur wenn eine Ersatzperson genannt wird.
* Alle angegebenen Preise sind Endpreise und enthalten keine Mehrwertsteuer.
Mitzubringen: Arbeitskleidung, feste Schuhe, ev. Arbeitshandschuhe,
Schwitzkleidung (leicht, Baumwolle), Badetuch, Unterlage zum Sitzen (besonders
bei Kälte!),
Taschemesser, ev. Stoffe und Tabak für "Tobacco Ties".
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